Wie ein amerikanischer Anbieter mit engen Kontakten zu CIA & Co die Entscheider für die hessische Polizei im Sturm eroberte

„Big Data“ in der hessischen Polizei – Das Hessendata-Dossier

Palantir Technologies Inc ist ein Entwickler und Anbieter von Analyse-Software, die in der Lage sein soll, Informationen aus unterschiedliche Datenquellen und insbesondere auch aus den sozialen Medien zusammenzuführen und miteinander abzugleichen. Palantir arbeitet für amerikanische Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste und hat seit 2017 auch die Polizei Hessen als Kunden gewonnen.

Teil 11 des Palantir-Dossiers, 21.02.2020

Welchen Beitrag leistete Hessendata „vor“ Hanau?


Den Amoklauf / Anschlag vom 19.02.2020 in Hanau konnte die hessische Polizei auch mit der neuen Analysplattform Hessendata nicht verhindern. Was verwundert, wenn die aktuellen Nachrichten sich bestätigen, dass der Täter „der Polizei“ schon seit Jahren bekannt war, eine Webseite mit eindeutigen Inhalten im Internet unterhielt und dort schon Tage vor der Tat sein „Manifest“ veröffentlicht hatte. Welchen Beitrag leistete Hessendata also „vor“ Hanau?

Quelle: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Teil 10 des Hessendata-/Palantir-Dossiers, 13.08.2019

Hessisches Innen­ministerium generiert Erfolgsmeldungen über Hessendata


Wenn Nachrichten zu erwarten sind, die kritisch ausfallen könnten, greift das hessische Innenministerium (HMdIS) zur Vorwärtsverteidigung: Es generiert dann selbst Meldungen, die nach Erfolg aussehen. So geschehen im letzten Jahr: Da wurde am Tag vor der ersten Sitzung des Untersuchungsausschusses zu den fragwürdigen Vergabepraktiken in Sachen Palantir / Hessendata ein angeblicher VERHINDERTER Terroranschlag vermeldet. Auch zwölf Monate später gibt es für diese Darstellung keine Bestätigung …

Teil 9 des Palantir-Dossiers, 22.01.2019

Was rausgekommen ist: Palantir-Untersuchungs­ausschuss in Hessen


Der Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag zur Beschaffung des Palantir-Systems Gotham alias Hessendata hat seinen Bericht vorgelegt. Die alte und neue, schwarz/grüne Regierungskoalition bestätigt sich selbst, dass keinerlei Fehler gemacht wurden. Ganz gegenteilig sieht das die Opposition aus SPD, LINKEN und FDP und steuert detaillierte und wohlbegründete Minderheitenberichte bei. In den Medien kommt davon NICHTS an. Am Tag darauf findet man in 23 Tageszeitungen den gleichen Text und die Losung „Hessen soll noch (?!) sicherer werden“. Das ist journalistische Qualität auf neuem Tiefstand!

Teil 8 des Palantir-Dossiers, 23.12.2018

Lessons learned: Wie Palantir (in Amerika) mit Kunden, Daten und Rechten umgeht


In den fast zehn Jahren, in denen Palantir in den Vereinigten Staaten auch für Polizeibehörden arbeitet, konnten viele Kunden ihre Erfahrungen mit diesem Anbieter machen. Medienberichte darüber geben einen Einblick in die Charakterzüge dieser Firma, ihr Geschäftsmodell und in Grenzen auch ihre Ethik im Umgang mit Kunden, Daten und Rechten. Ob sich daran grundsätzlich viel ändert, wenn jetzt auch in Good Old Germany Geschäfte gemacht werden?

Teil 7 des Palantir-Dossiers, 05.12.2018

Von echter Aufklärung keine Spur


Die CDU jubelt schon „Hessendata war die absout richtige Entscheidung“. Von den Grünen und der SPD ist gar nichts mehr zu hören: Denn noch ist nicht entschieden, wer mit der CDU in Hessen weiterhin regiert. Doch tatsächlich aufgeklärt ist gar nichts. Das Palantir-System läuft inzwischen in allen Polizeipräsidien und beim LKA in den Staatsschutz-Abteilungen im Wirkbetrieb. Ein Einsatz im OK-Bereich soll folgen. Obwohl die Fähigkeit zum Teilen von Informationen mit anderen Ländern oder dem Bund „aktuell nicht geplant“ ist. Wird Palantir die nächste Insellösung in der polizeilichen IT? Oder steckt dahinter gar ein ‚Plan B‘?

Teil 6 des Palantir-Dossiers, 29.11.2018

Palantir Gotham alias Hessendata: Dammbruch in der polizeilichen IT


Die Inbetriebnahme des Palantir-Systems Gotham alias Hessen-Data in der hessischen Polizei bedeutet einen Dammbruch für die polizeiliche Arbeit: Hier besteht erstmals die Möglichkeit, dass Informationen aus sozialen Medien AUTOMATISIERT abgerufen und zusammengeführt werden mit solchen aus polizeilichen Informationssystemen. Juristen und Betroffene müssen sich wappnen, wenn nicht mehr der „Beweis“, sondern Analyseergebnisse aus zusammengemischten Datensammlungen die Maßnahmen der Polizei bestimmen.

Teil 5 des Palantir-Dossiers, 29.11.2018

Palantir Gotham alias Hessendata: System und Funktionsweise


Es gibt viele Fragen über die ‚Analyseplattform‘, die sich die hessische Polizei bei der Firma Palantir gekauft hat und deren Betrieb sie in die Hände dieser Firma gelegt hat. Antworten sucht man allerdings vergeblich: Das hessische Polizeipräsidium für Technik als Auftraggeber hält sich extrem bedeckt. Aus dem Innenministerium hört man noch weniger. Denn die Opposition hatte noch vor der Landtagswahl einen Untersuchungsausschuss durchgesetzt: Doch der kümmert sich ohnehin nur um die sehr freihändige, zweimalige Auftragsvergabe an Palantir. Das hessische Innenministerium hat bisher trotz mehrfacher Nachfrage keine unserer Presseanfragen zu Palantir beantwortete. Und Fragen an die Firma Palantir selbst?! Deren CEO Alex Karp pflegt das Image von Palantir als dem „geheimnisvollsten Unternehmen der Welt“. Eine Telefonnummer ist auf der amerikanischen Webseite nicht zu finden. Presseanfragen können nur per Email im Silicon Valley eingereicht werden. Darauf haben wir verzichtet.

Teil 4 des Palantir-Dossiers, 02.11.2018

Palantir in Hessen – vereint Daten von Face­book&Co. mit polizeili­chen Datenbanken??


Das hessische Innenministerium hat die deutsche Tochter der amerikanischen Palantir Technologies mit dem BETRIEB (sic!) einer Analyseplattform für den polizeilichen Staatsschutz beauftragt. Wurde hier ein System beschafft und in Betrieb genommen, das Informationen von Google und Amazon, Facebook und Apple und solche aus polizeilichen Datenbanken vereint und gemeinsam nutzbar macht?!

Teil 3 des Palantir-Dossiers, 26.08.2018

Wochenlanger Stillstand im Palantir-Unter­suchungsausschuss


In den neun Wochen seit Einsetzung des Untersuchungsshy;ausschusses konnten seitens der Opposition noch nicht einmal Zeugen benannt werden: Denn die Regierung hat angeforderte Akten bisher nicht geliefert. Ob es in den noch verbleibenden neun Wochen BIS zur Landtagswahl und in den Wochen DANACH, in denen die neue Regierungskoalition zu verhandeln ist, zu einem objektiven Untersuchungsergebnis kommen wird?!

(C) Hessischer Innenminister Beutch am Rednerpult des hessischen Landtags, (C) Landtag HessenTeil 2 des Palantir-Dossiers, 21.06.2018

Untersuchungsausschuss in Hessen zur Vergabe an Palantir beschlossen


Die Beschaffung einer Auswerte­software der amerikanischen Firma Palantir für die hessische Polizei geschah reichlich hemdsärmelig, nämlich freihändig. SPD und FDP sahen darin eine Chance, angesichts der Sommerpause und ganze vier Monate vor der Wahl einen Untersuchungs­ausschuss zu beantragen

Folie aus Vortrag von BKA-Präsident Münch beim Europäischen Polizeikongress 2018Teil 1 des Palantir-Dossiers, 28.03.2018

IT der Sicherheitsbehörden – Quo Vadis?


Die IT-Systeme der deutschen Sicherheitsbehörden sind Steinzeit – verglichen mit dem, was in Amerika eingesetzt wird. Vieles was dort gemacht wird, ist – aus gutem Grund – rechtlich in Deutschland nicht zulässig. Besonders der Anbieter Palantir kann Informationen aus den Behörden selbst zusammenführen mit Daten aus sozialen Netzwerken, wie Facebook & Co und mobiler Kommunikation, wie Whatsapp und Instagram. Was bedeutet das für deutsche Behörden, die mit Palantir-Systemen arbeiten?