Beobachtungen und Erfahrungen eines Insiders über Polizei und ihre Informationssysteme

Polizeibeamte – die Nutzer dieser Systeme

Über den Langmut der Polizeibeamten in diesem Lande, immerhin eine knappe Viertelmillion an der Zahl, kann man sich nur wundern: Sie nehmen es ziemlich klaglos hin, dass Informationstechnik ihren Arbeitsalltag eher belastet als effektiver macht. Das liegt vor allem daran, dass die gleichen Informationen in verschiedene Informationssysteme (siehe 2) händisch einzugeben oder dort abzufragen sind. Für den einzelnen Beamten eine ungeliebte Tätigkeit: Verständlich, dass sie nicht gerade mit größer Hingabe und Sorgfalt gepflegt wird (siehe 1). Für den Steuerzahler unglaublich unwirtschaftlich: Wenn von der runden Viertelmillion Polizeibediensteter in Deutschland pro Tag nur 100.000 jeweils 10 Minuten Mehraufwand treiben müssen für – vermeidbare – Mehrfacherfassung und Mehrfachabfrage, dann entspricht dies pro Jahr einem Kostenblock von rund 80 Millionen Euro. Oder Personalkosten für rund 2.100 Polizeibeamte für ein Jahr. Sehr viel Geld für eine unnötig zersplitterte und rückständige Informationslandschaft der Polizei in Deutschland!

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